Biologische Apfelwickler-Spritzmittel in der Übersicht

Dieser Artikel zum Thema „Biologische Apfelwickler-Spritzmittel“ ist Teil 4 der Serie zur Apfelwicklerbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller Obstschädlinge. Hier erfahren Sie, welche biologischen Apfelwickler-Spritzmittel Ihnen bei der Apfelwicklerbekämpfung im Obstgarten helfen.

Apfelwickler-Spritzmittel
Biologische Apfelwickler-Spritzmittel wie Madex MAX oder Nemapom wirken effektiv gegen die Larven des Schädlings.

Biologische Apfelwickler-Spritzmittel helfen geplagten Gartenbesitzern auf natürliche Weise gegen einen Schädlingsbefall am Obstbaum. Die Schädlinge sind neben Apfelbäumen auch an Birnen, Quitten, Pflaumen, Kirschen, Pfirsichen oder Aprikosen zu finden.

Ist der Befall an einem Baum bereits so stark ausgeprägt, dass Leimringe oder Fanggürtel alleine die Schädlinge nicht mehr bekämpfen können, kommen Apfelwickler-Spritzmittel zum Einsatz.

Mit Hilfe von Granuloseviren oder Nematoden wirken die biologischen Präparate als natürliche Gegenspieler gegen die Schädlinge. Biologische Apfelwickler-Spritzmittel sind für den Einsatz im Haus- und Kleingarten zugelassen und helfen, die Apfelernte vor Fraßschäden zu schützen. Die am häufigsten verwendeten Apfelwickler-Spritzmittel sind Madex MAX und Nemapom.

Madex MAX: Apfelwickler-Spritzmittel mit Granulosevirus

Das biologische Apfelwickler-Spritzmittel Madex MAX ist das Nachfolgeprodukt von Neudorff Granupom Apfelmadenfrei. Es ist vollständig biologisch abbaubar und im ökologischen Landbau zulässig. Das 5ml-Fläschchen enthält den Wirkstoff Cydia pomonella Granulovirus Isolat GV-0006 und reicht für 40-50 l Spritzbrühe bzw. etwa 500m² Fläche.

Granuloseviren sind in höherer Dosierung gegenüber den Apfelwicklerraupen virulent. Das bedeutet, dass sie nur spezifisch gegen diese Larven wirken und nicht zusätzlich andere Schädlinge oder Nützlinge bekämpfen. Durch Fraß der bespritzten Blätter und Früchte wird der Granulosevirus aufgenommen.

Sobald sich die frisch geschlüpften Larven der ersten Generation in die Apfelschale bohren, dringt der darauf befindliche Granulosevirus in sie ein und legt ihren Verdauungstrakt lahm. Dadurch stellen die Larven ihre Fraßaktivitäten ein und sterben schnell innerhalb von 2 Tagen. Der entstandene Schaden an der Apfelschale fällt so gering aus, dass man ihn mit bloßem Auge kaum erkennt. Larven der 2. Generation verursachen hingegen einen etwas größeren Schaden, der zu späterer Zeit verkorkt. Die beschädigte Stelle ist etwa so groß wie der Kopf einer Stecknadel.

Anwendung von Madex MAX Granuloseviren

Das biologische Apfelwickler-Spritzmittel Madex MAX sollte 10 bis 14 Tage vor dem ersten Flug angewendet werden. Denn das Mittel sollte zwischen dem Zeitpunkt des Schlüpfens der Larven bis hin zum Einbohren in den Apfel aufgenommen werden. Mithilfe von Pheromonfallen zur Apfelwicklerbekämpfung lässt sich der ideale Anwendungszeitpunkt prognostizieren. In der Regel liegt er zwischen Mitte Mai und Anfang Juni. Um über die gesamte Saison Erfolge zu erzielen, kann die Behandlung 3 bis 4 Mal pro Generation erfolgen.

Je nachdem wie viel Fläche behandelt werden soll, mischen Sie die Spritzbrühe wie folgt an:

  • 0,1 ml Wirkstoff in 0,8-1l Wasser für etwa 10m²
  • 1 ml Wirkstoff in 8-10l Wasser für ungefähr 100m² (5 Hochstämme bzw. 35 Spindelbäume)
  • 5ml Wirkstoff in 40-50l Wasser für 500m².

Die Spritzbrühe trägt man am besten mit einem Drucksprüher auf die zu behandelnden Flächen auf. Dieser garantiert einen sorgfältigen und perfekten Auftrag.

Da der Granulosevirus empfindlich gegenüber UV-Strahlung ist, muss das Mittel etwa alle 8 bis 10 Tage erneut gespritzt werden. Als Faustregel kann man sich merken, dass die Wirksamkeit etwa sieben Sonnentage anhält. Tage mit bedecktem Himmel zählen als halbe Tage.

Wichtige Informationen zu Madex MAX Apfelwickler-Spritzmittel: Madex MAX muss bis zur Ausbringung bei 5°C kühl gelagert werden und ist dann bis zu 2 Jahre lang haltbar. Man kann das Produkt bei Bedarf auch einfrieren.

Nemapom: Apfelwickler-Spritzmittel mit Fadenwürmern

Nemapom ist ein biologisches Apfelwickler-Spritzmittel, das winzig kleine Nematoden der Gattung Steinernema feltiae und ein ebenso biologisches Netzmittel enthält. Diese 0,6-0,8 mm großen Fadenwürmer vernichten bis zu 90 Prozent der Obstmaden in Äpfeln, Birnen und Pflaumen.

Nematoden leben parasitär, was bedeutet, dass sie in die Larven eindringen und diese durch ein abgesondertes Bakterium zersetzen. Für Menschen, Pflanzen und Haustiere sind diese Nützlinge ungefährlich.

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Anwendung von Nemapom Apfelwickler-Spritzmittel

Man verwendet das Apfelwickler-Spritzmittel Nemapom zur Behandlung des Stammes nach der Ernte von September bis Dezember oder im Frühjahr bis Ende April. Durch die Anwendung gegen die überwinternden Larven auf den Ästen und Stämmen, verringert man bereits die Startpopulation im nächsten Frühjahr und reduziert dadurch Fraßschäden.

Der ideale Zeitraum liegt zwischen September und März. Denn die kalt-feuchte Jahreszeit bietet optimale Bedingungen für die Wirksamkeit der Schädlingsbekämpfung mit Nemapom.

Zur Anwendung mischen Sie den gesamten Beutelinhalt wie auf der Packung beschrieben in lauwarmen Wasser auf und rühren das Gemisch auf, damit die Nematoden in der Schwebe bleiben.

Füllen Sie sich dann die benötigte Menge Spritzbrühe in ein Sprühgerät und behandeln Sie alle von Schädlingen betroffenen Bäume. Achten Sie darauf, den Stamm, Veredelungsknoten und rissige bzw. verkorkte Ästen besonders gut einzusprühen.

Wichtige Informationen zu Nemapom Apfelwickler-Spritzmittel: Die Nematoden müssen umgehend nach dem Kauf ausgebracht werden. Sie sind maximal 5 Tage bei 2°C bis 10°C haltbar. Zudem sollte die Ausbringung an einem bedeckten Tag erfolgen, da die Fadenwürmer sehr empfindlich sind.

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