Apfelwickler bekämpfen

Dieser Artikel zum Thema „Apfelwickler bekämpfen“ ist Teil 1 der Serie zur Apfelwicklerbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller Obstschädlinge. Hier erfahren Sie, woran Sie einen Schädlingsbefall erkennen und mit welchen chemischen und biologischen Mitteln Sie Apfelwickler bekämpfen können.

Apfelwickler bekämpfen: So gelangt der Schädling in die Äpfel

Der Apfelwickler ist ein weit verbreiteter Schädling, der eine wurmstichige Apfelernte verursacht und bis zu zwei Generationen im Jahr durchläuft. Zwischen Mai und Juni und nochmal zwischen August und September, findet der Falter optimale Bedingungen für seinen Flug. Insbesondere an warmen, windstillen Abenden um 20°C und bei feuchtem Wetter ist er besonders aktiv unterwegs.

Apfelwickler bekämpfen
Die Schädlinge legen ihre Eier auf den Früchten und Blättern des Apfelbaumes ab. Die geschlüpften Larven befallen die Früchte und machen die Ernte zunichte. Deshalb sollte man rechtzeitig Apfelwickler bekämpfen.

Ähnlich wie Kirschfruchtfliegen oder Himbeerkäfer, legen die Weibchen zwischen 30 und 60 Eier auf den Früchten oder Blättern des Obstbaumes ab. Nach etwa 7 bis 15 Tagen schlüpfen daraus die Larven, die sich schließlich in die Früchte bohren, um sie zu befallen. Dort ernähren Sie sich für etwa drei Wochen vom umgebenen Kerngehäuse mitsamt der Samen bzw. Apfelkerne.

Die Folgen eines Befalls sind madige Äpfel, sodass die Apfelernte dadurch unbrauchbar wird und bei Gewerbetreibenden ein wirtschaftlicher Schaden entsteht. Aus diesem Grund sollte man rechtzeitig Apfelwickler bekämpfen.

Nach etwa 3 bis 4 Wochen nachdem sie geschlüpft sind, verlassen die Larven die Frucht, um sich unter der Baumrinde oder im Boden zur Überwinterung in ihren Kokon zu verpuppen.

Mit diesen Mitteln können Sie Apfelwickler bekämpfen

Mit Leimringen Apfelwickler bekämpfen

Ein Leimring ist ein etwa 10 Zentimeter breiter Streifen aus Kunststoff oder Papier, der mit Leim beschichtet ist. Der verwendete Klebstoff ist in der Regel ungiftig und trocknet nicht aus. Der Leimring dient dazu, die Obstmaden an der Verpuppung zur Überwinterung zu verhindern. Da die Larven vorwiegend in der Borke von Obstbäumen Unterschlupf suchen, wird der Leimring um den Baumstamm angebracht.

Zum Ende der Flugzeit der Schädlinge im September, wickelt man mehrere Leimringe überlappend um den Baumstamm. Hohlräume sollten vermieden und gegebenenfalls mit Holzwolle oder Papier aufgefüllt werden.

Bis zum Frühjahr lässt man die Leimringe am Baum haften und entfernt jegliches Winterlaub, um eine Wanderbrücke zu vermeiden. Danach werden die Leimringe wieder entfernt.

Apfelwickler bekämpfen mit Wellpappe als Fanggürtel

Bereits Ende Juni kann man Wellpappe als Fanggürtel verwenden und Apfelwickler bekämpfen. Denn die Röhren wirken während der Verpuppungszeit besonders anziehend auf die Raupen. Dort vermuten sie Schutz, weshalb sie hineinkriechen. Letzten Endes können Sie die Raupen dort ganz einfach aufsammeln.

Wickeln Sie Streifen aus Wellpappe etwa in 100 cm Höhe um den Stamm. Fixieren Sie den oberen Bereich mit Draht, sodass der untere Teil wie ein Reifrock absteht. Ummanteln Sie die Konstruktion schließlich mit Teerpappe oder Plastik, um sie vor Verwitterung zu schützen.

Mit Pheromonfallen Apfelwickler bekämpfen

Pheromonfallen sind Leimfallen, die Pheromone enthalten und der Befallsanalyse dienen. Die männlichen Falter werden durch den Lockstoff angelockt, da sie ihn für Weibchen halten. Dadurch bleiben sie an der Pheromonfalle haften und eine Begattung der Weibchen ist nicht möglich. Schließlich werden weniger Eier an den Blättern und Früchten abgelegt. Pheromonfallen müssen zu bestimmten Zeiten kontrolliert werden und je nach Fangzahlen, muss eine weitere Vorgehensweise abgeleitet werden, wie man die Apfelwickler bekämpfen möchte. Gegebenenfalls muss der Baum mit einem zugelassenen Insektizid wie Nemapom oder Madex MAX gespritzt werden. Madex MAX ist das Nachfolgeprodukt von Granupom Apfelmadenfrei von Neudorff.

Man hängt Pheromonfallen ab Mitte Mai in Windrichtung in den Baum und tauscht nach 6 Wochen die Pheromonkapsel aus.

Mit Spritzmitteln Apfelwickler bekämpfen

Ist der Schädlingsbefall bereits zu stark ausgeprägt, helfen letztendlich nur noch Spritzmittel. Einige Insektizide sind für den Einsatz im Haus- und Kleingarten zugelassen und helfen, die Obsternte zu retten.

Madex MAX

Madex MAX ist ein biologisches Granulosevirus-Präparat, mit dem Sie Apfelwickler bekämpfen können. Dieses Insektizid basiert auf Granuloseviren und wird durch Fraß (Blätter und Früchte) von den Larven aufgenommen. Man gibt auf 1 L Wasser 5 ml Madex MAX. Dieses Spritzmittel ist vollständig biologisch abbaubar und im ökologischen Landbau zulässig.

Nemapom

Nemapom ist ein biologisches Spritzmittel mit dem Sie Apfelwickler bekämpfen können. Es enthält winzig kleine Nematoden der Gattung Steinernema feltiae enthält. Diese Nützlinge vernichten bis zu 90 Prozent der Larven, die an einem Obstbaum leben. Nematoden leben parasitär und vermindern dadurch die Larvenpopulation. Wenn man Apfelwickler bekämpfen möchte, verwendet man Nemapom nach der Ernte von September bis Dezember.

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Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 24.07.2019 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API. | Haftungsausschluss: Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.