Erdwespen bekämpfen

Dieser Artikel zum Erdwespen bekämpfen ist Teil 9 der Serie über Wespenbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller 15 Ratgeber.

In diesem Ratgeber klären wir darüber auf, ob Erdwespen gefährlich sind und wie man sie frühzeitig bekämpfen kann. Weiterhin wird der Einsatz von Gift durch Schädlingsbekämpfer thematisiert und wie man Wespenlöcher vorbeugend schließen kann.

Hinweis: Wespen stehen unter Naturschutz und es können empfindliche Geldstrafen für das Töten und Bekämpfen der Tiere verhängt werden. Mancherorts wird die Bekämpfung der Deutschen und Gemeinen Wespe, beispielsweise wegen bestehender Gefahren für Allergiker, zumindest geduldet. Sie sollten aber vorher immer einen Kammerjäger, Schädlingsbekämpfer oder die zuständige Umweltbehörde fragen, welche Wespenart vorliegt und ob die Bekämpfung oder Umsiedlung des Wespennestes erlaubt ist

Erdwespen bekämpfen und Wespenloch verschließen
Erdwespen bekämpfen: Wir erklären woran man die Nester erkennt und wie man ein Wespenloch verschließen kann.

Sind Erdwespen gefährlich?

Die beiden häufigsten Wespenarten in Deutschland sind die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe. Beide Tiere sind Erdwespen und im Vergleich zu anderen solitär lebenden Arten staatenbildend. Das bedeutet, dass ein Wespennest aus tausenden dieser schwarzgelben Insekten bestehen kann. Sie sind zwar weitgehend friedfertig, verteidigen aber sehr aggressiv die unmittelbare Nestumgebung, wenn es gefährlich wird.

Erdwespen bauen ihre Nester in der Erde und verlassen sie durch Einfluglöcher auf Bodenniveau. Dies birgt die Gefahr, dass spielende Kinder versehentlich in das Wespennest rein treten können. Erschütterungen durch Rasenmäher oder Schritte in Nestnähe können ein schwarmhaltiges Abwehrverhalten auslösen. Über einen Duftstoff alarmieren die Erdwespen ihre Artgenossen und bekämpfen als Schwarm den Eindringling. Menschen werden dabei besonders gerne auf nackte Hautpartien an den Gliedmaßen oder ins Gesicht gestochen.

Erdwespe bekämpfen
Erdwespe bekämpfen: Spätestens ab August tauchen die Tiere auch massiv am Esstisch auf und suchen Süßspeisen und eiweißreiches Fleisch zur Ernährung der Larven.

Auch am Kaffeetisch klauen diese Insekten bevorzugt Süßspeisen und eiweißreiches Fleisch. Wenn Sie Erdwespen bekämpfen und sie durch Schlagen und Anpusten vertreiben wollen, kann dies Wespenstiche mit schmerzhaften Symptome nach sich ziehen. Gefährlich wird es nämlich immer dann, wenn man die Tiere reizt oder sich diese bedroht fühlen.

Tipp: Sie vertreiben Wespen besonders effektiv mit dem Duft von Nelkenöl. Sowohl am Kaffeetisch in Duftlampen, als auch auf dem Dachboden zur Verhinderung von Hornissen- und Wespennestern kann Nelkenöl eingesetzt werden.

Erdwespen bekämpfen: Frühe Wespenlöcher verschließen

Wenn Sie die Erdwespen bekämpfen, dann ist es wichtig, dass sie das Erdwespennest erkennen und der richtigen Wespenart zuordnen. Entdecken Sie mehrere Wespen, die knapp über dem Boden fliegen, dann sind die gesuchten Wespenlöcher in der Nähe. Halten Sie vorsichtig Ausschau, wo die Insekten in der Erde verschwinden und vermeiden Sie dabei Erschütterungen und hektische Bewegungen. Auch Kinder und unbeteiligte Personen müssen vom Wespennest ferngehalten werden.

  • Der beste Zeitpunkt für die Bekämpfung ist nachts, wenn alle Insekten im Nest sind.
  • Schütten Sie kochendes Wasser (Achtung, dass Sie sich nicht verbrühen) in die Löcher der Erdwespen.
  • Sind alle Wespen tot, dann können Sie den Boden umgraben und dadurch die Wespenlöcher dauerhaft verschließen.

Tipp: Tragen Sie unbedingt Schutzkleidung! Für geringes Geld bekommt man bereits Imkerschutz und ist auch zukünftig für das Bekämpfen der Erdwespen gut ausgerüstet:

Zum Vorbeugen von Erdwespen, sollten Sie ab dem Frühjahr alle Erdlöcher verschließen, damit sich dort keine Tiere ansiedeln. Das Umgraben von Beeten kann ebenfalls dabei helfen, dass sich keine ungewollten Insekten niederlassen.

Erdwespen durch Gift bekämpfen

Das Bekämpfen von Erdwespen mit Gift sollte ausschließlich dem Schädlingsbekämpfer vorbehalten sein. Dieser klärt zunächst ab, ob eine Umsiedlung des Wespenvolkes möglich ist und welche Formalitäten gelten. Weiterhin verfügt der professionelle Schädlingsbekämpfer über alle notwendigen Werkzeuge und Schutzkleider für die Durchführung der Umsiedelung. Es ist darauf zu achten, dass bei der Nestversetzung eine ausreichende Distanz zwischen dem neuen und alten Nistplatz eingehalten wird. Eine Entfernung von mindestens fünf Kilometern verhindert, dass die Insekten zurückkehren.

Ist die praktische Durchführung eine Umsiedelung des Wespennestes nicht möglich, dann kann der Schädlingsbekämpfer als letztes Mittel auch die Erdwespen mit Gift bekämpfen. Das Gift wird dabei gezielt in das Erdwespennest ausgebracht und ist für die übrige Umgebung harmlos. Da die Wespen ihre Zugänge mitunter verkapseln, werden die Giftstoffe über mehrere Eingänge eingespritzt.

Tipp: Um Angebote verschiedener Schädlingsbekämpfer zu vergleichen, können Sie ein Bild vom Wespennest und der zu bekämpfenden Wespenart aufnehmen. Diese schicken Sie per Email an mehrere Firmen und fragen an:

  • Um welche Wespenart es sich handelt,
  • wie bei der Bekämpfung vorzugehen ist,
  • welche Kosten entstehen,
  • was beim Naturschutz zu beachten ist und
  • ob Gift zur Bekämpfung der Erdwespen oder eine Umsiedelung erforderlich ist

Anhand der Antworten erhalten Sie schon einmal einen guten Eindruck, wie sich die Preise, Kompetenzen und Umgangsformen unterscheiden.

Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 22.11.2019 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API. | Haftungsausschluss: Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.