Grasmilben bekämpfen

Dieser Artikel zum Thema Grasmilben bekämpfen ist Teil der Serie über Milbenbekämpfung.

In diesem Ratgeber erfahren Sie

  • woran Sie Grasmilben erkennen und warum man sie bekämpfen sollte
  • welche Symptome Grasmilbenbisse verursachen und mit welchen Mitteln man sie behandeln kann und
  • wie Sie Grasmilben im Garten, im Haus und in der Wohnung bekämpfen.

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Was sind Grasmilben und warum sollte man sie bekämpfen?

Grasmilben sind winzige, lästige Spinntiere, die sich in Wiesen und hohem Gras verstecken. Sie sind nicht nur in der freien Natur, im Wald und auf Feldern ein großes Problem, das man bekämpfen sollte, sondern auch in unserem eigenen Garten. Denn dort leben die kleinen Schädlinge ebenfalls sehr gut und machen sowohl uns Menschen als auch unseren Haustieren schwer zu schaffen.

Grasmilben sind nämlich Parasiten, die in die Haut beißen und Zellsäfte, Lymphe und Blut saugen und einen nur schwer ertragbaren Juckreiz auslösen.

In der Regel findet man Milben am Hund, wo sie insbesondere in die Körperteile hineinbeißen, die mit dem Gras in Berührung gekommen sind. Aber auch auf der Weide an unseren Pferden sind Grasmilben nicht selten. Auch wir Menschen können von den Parasiten gebissen werden, wenn wir unsere befallenen Haustiere berühren. Grasmilbenbisse beim Menschen hinterlassen kleine rote Pusteln auf der Haut, die stark jucken und sogar eine Grasmilbenallergie auslösen können.

Um sich selbst und seine Tiere vor dem starken, juckenden Ausschlag und daraus möglicherweise resultierenden Entzündungen zu schützen, ist es wichtig, die Schädlinge zu bekämpfen.

Grasmilben bekämpfen
Grasmilben verstecken sich in hohem Gras. Um sie im Garten zu bekämpfen, sollte man daher seinen Rasen pflegen und regelmäßig vertikutieren.

Symptome von Grasmilbenbissen erkennen und bekämpfen

Symptome und Anzeichen von Grasmilbenbissen bekämpfen

Grasmilbenbisse hinterlassen sehr unangenehme Symptome, die jedoch erst nach wenigen Stunden sichtbar werden. Neben den kleinen, roten und juckenden Punkten auf der Haut ist der intensive Juckreiz ein sehr charakteristisches Merkmal. Der Juckreiz kann mitunter stärker ausfallen als bei Mückenstichen, da er sich an mehreren Hautpartien rund um die Einstichstelle ausbreitet.

Wurde man gebissen, ist es wichtig, den Juckreiz nicht durch Kratzen zu bekämpfen. Denn ein Aufkratzen der Haut kann zu blutenden, nässenden oder eiternden Wunden führen, die sich im schlimmsten Fall entzünden. Besser ist es, den Juckreiz mit sanften Methoden und Hausmitteln zu behandeln.

Schnelle Tipps, um den Juckreiz zu bekämpfen

Alkohol und Desinfektionsmittel

Um den Juckreiz zu behandeln und Grasmilben auf der Haut zu bekämpfen, ist die Anwendung von Alkohol oder Desinfektionsmitteln die bessere Wahl.

Mindestens 70-prozentiger Alkohol oder Desinfektionsmittel mit dem Inhaltsstoff Betaisodona helfen, den Juckreiz zu lindern, Entzündungen zu behandeln und Grasmilben zu bekämpfen, die sich noch auf der Haut fest gebissen haben. Man tränkt dazu einfach einen Wattebausch in der Lösung und wischt über die betroffenen Hautpartien. Die Parasiten lassen sich dadurch gut von der Haut lösen. (Kleiner Vermerk an dieser Stelle: Grasmilben sind nicht ansteckend und verbreiten keine Krankheiten.)

Zwiebel und Zitrone

Auch der Saft einer gepressten Zwiebel oder Zitrone helfen als Hausmittel gegen Grasmilben. Dazu sollte man die Haut mehrmals täglich dünn mit dem Saft einreiben.

Wärmebehandlung mittels Stichheiler

Was sich insbesondere gegen Mückenstiche bewährt hat, ist die Wärmebehandlung mittels Stichheiler. Diesen kann man wunderbar auch gegen Grasmilbenbisse anwenden. Hier sollte man allerdings bedenken, dass man jeden juckenden Pustel behandeln sollte.

Antihistaminika

Antihistaminika aus der Apotheke, wie z.B. die Tabletten Ceterizin, helfen nicht nur gegen allergische Symptome, sondern behandeln auch den lästigen Juckreiz.

Grasmilben im Garten bekämpfen

Da die Schädlinge an den Spitzen von Grashalmen sitzen, ist ein regelmäßiges Rasenmähen bereits hilfreich, um Grasmilben im Garten zu bekämpfen. Mäht man den Rasen im Garten mindestens einmal in der Woche, ist das Gras kurz genug, um den Schädlingen den Unterschlupf zu rauben.

Der Rasenschnitt sollte anschließend in der Biotonne entsorgt werden, damit sich die Schädlinge nicht im Kompost vermehren. Außerdem sollte man gegebenenfalls Ratten im Kompost bekämpfen, da sie als einer der vielen Hauptwirte gelten.

Haben Sie einen moosreichen Rasen im Garten, sollten sie diesen regelmäßig Düngen und vertikutieren, um Grasmilben zu bekämpfen.

Grundsätzlich empfiehlt es sich, Wiesen und Gräser bei trockenem Sommerwetter zu meiden und immer lange Bekleidung und geschlossene Schuhe zu tragen.

Grasmilben im Haus und in der Wohnung bekämpfen

Grunsätzlich überleben Grasmilben im Haus oder in der Wohnung nicht. Sie leben ausschließlich im Grünen und sitzen nur zur Nahrungsaufnahme auf ihren Wirten. Haben sie sich an ihren Wirten satt gesaugt, fallen sie wieder von diesen ab und setzen sich ins nächstgelegene hohe Gras.

In seltenen Fällen kann es jedoch vorkommen, dass Menschen die Parasiten vom Gras abstreifen und diese ins Haus oder in die Wohnung verschleppen. Sitzen sie noch auf der Haut des Menschen, können Grasmilben auch im Bett landen.

Egal ob im Haus oder im Bett – die Schädlinge können dort nicht überleben, sondern sterben in kürzester Zeit. Möchten Sie dennoch Grasmilben im Bett loswerden, können Sie ihre Bettwäsche einfach in der Maschine waschen.

Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 14.11.2019 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API. | Haftungsausschluss: Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.