Himbeerkäfer bekämpfen

In diesem Ratgeber zum Thema „Himbeerkäfer bekämpfen“ erfahren Sie

  • an welchen Anzeichen Sie einen Schädlingsbefall erkennen
  • mit welchen Mitteln Sie Himbeerkäfer bekämpfen können und
  • wie Sie nachhaltig ihr Obst im Garten vor Schädlingen schützen können

Die Himbeere (Rubus idaeus) ist neben der Erdbeere und der Schwarzen oder Roten Johannisbeere eine der beliebtesten Obstsorten bei leidenschaftlichen Hobbygärtnern.

Nicht zuletzt wegen ihres süß-sauren Geschmacks und ihrer Ergiebigkeit, wird sie häufig in heimischen Gärten angebaut; auch ihr geringer Pflegeaufwand und ihre positive Wirkung auf die Gesundheit spielen eine wesentliche Rolle.

Wer eine ertragreiche Ernte wünscht, um von allen Vorteilen der Beere zu profitieren, der sollte allerdings wissen, wie er seine Sträucher pflegen sollte. Ein wichtiger Hinweis ist beispielsweise, dass Sommerhimbeeren anfälliger für Schädlinge und Krankheiten sind.

Einer der häufigsten Schädlinge ist der sogenannte Himbeerkäfer, der analog zur Kirschfruchtfliege seine Eier im heranreifenden Obst ablegt. Durch die schlüpfenden Larven, die sich von dem Fruchtfleisch ernähren, kann die Ernte deutlich geringer ausfallen als erhofft.

Um Ihre Pflanzen zu schützen, ist es deshalb wichtig, dass SieHimbeerkäfer bekämpfen, sobald Sie den Schädlingsbefall in Ihrem Garten bemerken.

Himbeerkäfer bekämpfen: Erste Anzeichen eines Befalls

Der Schädling ist ein kleiner, brauner Käfer aus der Familie der Blütenfresser. Er wird etwa 3 bis 5 mm lang und hat einen ovalen Körper mit dichten, kurzen Haaren.

Sobald die Boden-Temperatur im Mai auf 14°C bis 20°C ansteigt, kriechen die Käfer aus ihren Winterquartieren. Junge Blätter und Knospen der Pflanze werden gefressen, wenn diese noch geschlossen sind. Dadurch werden die Blüten leer gefressen. Fraßschäden an Blättern, Knospen und Blüten sind somit erste Anzeichen für einen Schädlingsbefall.

Ab Mitte Mai bis Juni legen die Weibchen ihre Eier an den Staubgefäßen der Blüten und an unreifen Früchten ab. Nach sechs bis acht Tagen schlüpfen die Larven und ernähren sich von den umgebenden Früchten. Nach 35 bis 40 Tagen ist die Larve voll ausgewachsen und lässt sich zu Boden fallen, wo sie sich ein neues Winterquartier für das nächste Frühjahr sucht.

Himbeerkäfer bekämpfen: Anzeichen eines Befalls
Erste Anzeichen erkennt man an den Fraßschäden an Blättern und Knospen der Pflanze. An jungen Blättern finden sich viele Risse und die Beeren sind verkümmert und madig. Öffnet man eine Beere, dann findet sich darin eine kleine cremefarbige Larve mit braunem Kopf. Bei ersten Anzeichen sollten Sie
Himbeerkäfer bekämpfen.

Himbeerkäfer bekämpfen: Mittel gegen Schädlinge

Ab Mitte April bis Mitte Juli lassen sich mit Weißtafeln oder einer Klopfprobe der Grad des Befalls untersuchen und
Himbeerkäfer bekämpfen. Ist die Schadenschwelle überschritten, ist eine Bekämpfung unbedingt notwendig, um einen immensen Schaden an der Ernte zu vermeiden.

Himbeerkäfer bekämpfen mit Weißtafeln

Eine Weißtfafel ist eine weiße Leimtafel aus Kunststoff oder weißem Karton, mit der man Blattwespen und Himbeerkäfer bekämpfen kann. Sie wird im Ballonstadium an der Pflanze angebracht, d.h. ein paar Tage, bevor sich ihre Blüten öffnen. Sie wirkt ohne Gift und ohne Pheromon. Durch ihre Farbwirkung zieht sie einige Schädlinge automatisch an, die sie für Blüten halten. Schließlich bleiben diese am Leim haften. Einige hochwertige Modelle sind wiederverwendbar. Das bedeutet, dass man sie mit einem Spachtel reinigen und mit Soveurode-Spezialleim nachbeleimen kann.

Bei der Befallsanalyse mittels Weißtafeln gelten folgende Schadenschwellenwerte, die anzeigen, wann Sie Himbeerkäfer bekämpfen sollten.

  • weniger als 5 Käfer pro Falle deuten auf einen geringen Befall hin
  • 5 bis 20 Käfer pro Falle deuten auf einen mittleren Befall hin
  • mehr als 20 Käfer pro Falle deuten auf einen starken Befall hin

Himbeerkäfer bekämpfen mit Klopfproben

Als Klopfprobe bezeichnet man einen Kontrollgang, mit dem man sich einen Überblick über Schädlinge an Obstpflanzen verschaffen und Himbeerkäfer bekämpfen kann. Die Klopfprobe erfolgt hauptsächlich während der Vorblüte und wird vorwiegend bei großen Obstbäumen durchgeführt. Eine Klopfprobe ist aber auch bei Obststräuchern möglich.

Für die Klopfprobe hält man einen Klopftrichter unter einen Ast und ein Behältnis (z.B. Schraubglas) unter den Trichter. Dann schlägt man mit einem Stock gegen den Ast. Liegt ein Befall vor, fallen die Schädlinge hinunter in den Klopftrichter. Im Anschluss werden die Schädlinge visuell bestimmt und abgezählt.

Wird bei einer Klopfprobe die Schadenschwelle von mehr als 5 bis 10 Käfer bei 25 Schlägen überschritten, sollten Sie die Himbeerkäfer bekämpfen.

Himbeerkäfer bekämpfen: Mit Herbsthimbeeren auf der sicheren Seite

Himbeerkäfer bekämpfen
Himbeerkäfer bekämpfen: Wer in seinem Garten Herbsthimbeeren wie z.B. Autumn Bliss anbaut, ist so gut wie schädlingsfrei und muss keine Himbeerkäfer bekämpfen.

Herbsthimbeeren bleiben in der Regel befallsfrei. Diese tragen nämlich nur von August bis Oktober Früchte. Zum Zeitpunkt ihrer Blüte legen die Käfer keine Eier mehr ab, sondern bereiten sich auf den Winter vor. Es lohnt sich also, auf Herbsthimbeeren zurückzugreifen. Beliebte Sorten bei Hobbygärtnern sind Autumn Bliss, Himbotop, Polka, Sugana und Goldkind.

Der Vorteil von Herbsthimbeeren ist nicht nur, dass man keine Himbeerkäfer bekämpfen muss, auch sind sie viel pflegeleichter als Sommerhimbeeren. Vor dem ersten Frost werden einfach alle Ruten bodentief abgeschnitten, sodass im nächsten Frühjahr neue Triebe wachsen können.

Bei Sommerhimbeeren werden alte Ruten heruntergeschnitten und es werden nur vier bis fünf frische Ruten stehengelassen, an denen sich im folgenden Jahr neue Früchte bilden.

Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 23.09.2019 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API. | Haftungsausschluss: Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.