Schnecken im Garten loswerden: 5 effektive Maßnahmen zur Schneckenbekämpfung

Dieser Artikel zur Schneckenbekämpfung ist Teil 2 der Serie über Schneckenbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller 14 Ratgeber. Hier erfahren Sie wie Sie Schnecken im Garten loswerden und welche verschiedenen Schneckenmittel es gibt, die gegen einen Schneckenbefall helfen.

Welcher leidenschaftliche Hobbygärtner kennt das nicht? Frisch angepflanztes Gemüse, stolze Obststräucher, frische Blumen und junge Keimlinge sind über Nacht nur noch zerfleddert oder mit Schleim überzogen. Die Ursache für diesen Schaden ist ganz klar: Sie haben (Nackt-)Schnecken im Garten, die Sie dringend loswerden sollten.

Die meisten Exemplare im Garten sind tatsächlich eher Schädlinge als Nützlinge. Denn in der Nacht und insbesondere bei feuchter Witterung kommen die eher tagesscheuen Kriechtiere aus der Erde, um sich über Ihr Gemüse und Ihre Blumen herzumachen.

Wenn man etwas besser über die schädlichen Nacktschnecken im Garten Bescheid weiß, sehen die Erfolgsaussichten der Schädlingsbekämpfung allerdings sehr gut aus.

Schnecken im Garten loswerden
Wer Schnecken im Garten loswerden möchte, sollte zunächst auf Hausmittel zurückgreifen, bevor er chemische Mittel verwendet. Achtung: Weinbergschnecken und Bänderschnecken sind geschützt und sollten auf keinen Fall bekämpft werden.

Warum Sie Schnecken im Garten loswerden sollten

Zuallererst sollte gesagt werden, dass Sie nicht alle Schnecken im Garten loswerden müssen. Die problematischsten Schneckenarten, die häufig in Beeten zu finden sind, gehören zu den Nacktschnecken, die kein Haus besitzen. Zu diesen Arten zählen insbesondere die Spanische Wegschnecke, die Gartenwegschnecke und die Ackerschnecke.

Sie sollten nicht zögern und diese Schnecken im Garten loswerden, sobald sie Fraßschäden oder gar eine Plage feststellen. Denn die Schäden der Ernte können immens ausfallen. Die wirbellosen Kriechtiere entwickeln sich schnell zu einer Landplage und fressen alle unter- und oberirdischen Pflanzenteile. Wurzeln, Wurzelgemüse, Salate, Blumen und sonstige Pflanzen werden gerne über Nacht abgefressen.

Auch die nachfolgenden Pflanzungen werden arglos verputzt, wenn die Schneckenplage nicht bekämpft wird.

Achtung: Nicht diese Schnecken im Garten loswerden

Bei der Bekämpfung der Schneckenplage im Garten sollten Sie allerdings darauf achten, die Nützlinge nicht mitzubekämpfen. Denn diese fressen in der Regel nur abgestorbene Pflanzenreste, Algen, Moose, Flechten, Pilze, Aas oder gar andere Artgenossen und deren Gelege.

Auf diese Weise halten sie die Beete auf natürliche Art sauber und vor den schädlichen Gattungen geschützt. Zu den harmlosen bzw. nützlichen Gattungen gehören die Weinbergschnecke, die Schnirkel- oder Bänderschnecke und die Schnegel.

Diese Arten sind durch die Bundesartenschutzverordnung geschützt: Weinbergschnecke (große Gehäuseschnecke) und Bänderschnecke (gelb oder creme-weiß mit braunen Ringeln).

3 einfache Maßnahmen, mit denen Sie Schnecken im Garten loswerden

1. Nacktschnecken im Garten loswerden mit natürlichen Feinden

Die „Spanische Wegschnecke (Arion vulgaris) ist für fast 90 Prozent der Fraßschäden im Beet und Kübel verantwortlich. Diese braune Nacktschnecke hat fast keine natürlichen Feinde, weshalb sich die Bekämpfung etwas schwieriger gestaltet. Vögel, Kröten und Igel fressen Nacktschnecken normalerweise sehr gerne. Doch die spanische Wegschnecke sondert so viel Schleim ab, dass die Tiere daran ersticken würden.

Einen besonderen natürlichen Feind hat die Spanische Wegschnecke allerdings doch: und zwar den Tigerschnegel. Dieser ist ein äußerster Nützling für Ihre Beete, da er Jagd auf andere Schneckenarten und ihren Eiern macht und ansonsten nur verwesende Pflanzenteile und tote Tiere frisst.

Der Tigerschnegel tritt normalerweise nur in sehr naturnahen Gärten auf, die Nahrung und Überwinterungsmöglichkeiten für Nützlinge bieten. Wenn sie diese getigerte Gattung in Ihrem Garten wiederfinden, dürfen Sie sich also doppelt glücklich schätzen.

Weitere natürliche Feinde sind beispielsweise:

  • Amphibien: Frösche und Kröten
  • Insekten: Lauf- und Leuchtkäfer, Halbflügler, Glühwürmchen, Spinnen
  • Reptilien: Blindschleichen, Eidechsen, Lurche, Salamander
  • Säugetiere: Igel, Maulwürfe, Spitzmäuse
  • Vögel

2. Ködern und Aufsammeln

Hierfür brauchen Sie viel Geduld und Disziplin. Abends, früh morgens und nach einem warmen Sommerregen können Sie die Schnecken im Garten loswerden, indem Sie sie per Hand aufsammeln.

Um die Schädlinge zu ködern, können Sie beispielsweise Salat, Küchen- und Ernte-Abfälle oder einer Mischung aus befeuchteter Weizenkleie und Hunde- oder Katzenbisquits verwenden. Diese Köder legen Sie häufchenweise aus. Es empfiehlt sich einen Haufen pro halbem Quadratmeter aufzustellen.

Auch eine Bierfalle eignet sich als Köder. Allerdings nur in Kombination mit einem Schneckenzaun. Denn ansonsten werden auch Exemplare von außen angelockt.

Die gefangenen Exemplare können mit siedend heißem Wasser übergossen werden. Dadurch sterben sie binnen weniger Sekunden. Einmal vergraben oder kompostiert, bilden sie Nahrung für andere Tiere.

3. Natürliche Sperrstreifen als Hindernis

Natürliche Blockaden können ein Wanderhindernis darstellen. Insbesondere wenn sie sehr trocken sind. So überlegen es sich die Kriechtiere zweimal, ob sie darüber kriechen, um ins Beet zu gelangen.

Natürliche Wegsperren sind:

  • Baumrinde: diese sollte allerdings mindestens jährlich erneuert werden
  • Sägemehl: eine 5-10 cm starke und mindestens 80 cm breite Schranke ist sehr wirksam; muss regelmäßig erneuert werden
  • Asche und Getreidespreu, Branntkalk: die Sperrstreifen müssen mindestens 30 cm breit sein; müssen überdacht und regelmäßig erneuert werden

Fazit: Wer Schnecken im Garten loswerden will, muss mit direkten Mitteln eingreifen. Zusätzlich ist es ratsam, auf eine hohe Dichte natürlicher Feinde hinzuarbeiten, die die Plage in Schach halten. Nützling schonende Maßnahmen sollten mit einem selektiven Absammeln der Schädlinge in Verbindung mit Schneckenzäunen und sonstigen Barrieren kombiniert werden.

Schnecken im Garten loswerden mit Schneckenmitteln

Um die oben genannten Maßnahmen zu unterstützen und die Erfolgsrate erheblich zu steigern, empfiehlt es sich, zusätzlich besondere Barrieremethoden anzuwenden. Als hilfreiche Mittel zur Schneckenbekämpfung haben sich Schneckenzaun, Kupferstreifen und Schneckenfallen bew.

Hilfreiche Tipps zur Vorbeugung einer Plage

Das beste Mittel gegen Schnecken ist selbstverständlich die Vorsorge. Wenn Sie einige wenige Punkte beachten, gelangen die Schädlinge gar nicht erst in Ihren Garten.

  • Beim Gießen nur den Wurzelbereich bewässern. Der Boden muss trocken und fein-krümelig sein.
  • Blumentöpfe und Beetumrandungen mit einem Schutzanstrich einstreichen. Dieser bildet einen so glatten Untergrund, dass die Kriechtiere keinen Halt daran finden.
  • Gemüsebeete immer an offenen, sonnigen Plätzen anlegen.
  • Natürliche Hemmschwellen ausbringen: z.B. Kalk, Sägespäne, Rindenmulch, Kaffeesatz.
  • Schneckenzaun um die Beete ziehen.
  • Versteckmöglichkeiten wie z.B. hohes Gras beseitigen.

Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 23.09.2019 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API. | Haftungsausschluss: Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.