Schneckenplage im Aquarium loswerden

Dieser Artikel zum Thema „Schneckenplage im Aquarium loswerden“ ist Teil 13 der Serie über Schneckenbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller 14 Ratgeber.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, wo die unerwünschten Wasserschnecken im Fischbecken plötzlich herkommen, mit welchen Mitteln Sie die Schneckenplage im Aquarium loswerden und wie Sie einem erneuten Schädlingsbefall vorbeugen.

Wie entsteht eine Schneckenplage im Aquarium?

Insbesondere Aquarien-Einsteiger, die die Wasserschnecken nicht selbst ins Wasser gesetzt haben, fragen sich früher oder später einmal: Wie kommen Schnecken ins Wasserbecken und wie kann man sie loswerden?

Schuldig für die Schneckenplage im Aquarium sind meist die Wasserpflanzen. Denn oftmals sitzen die winzigen Schneckenbabys oder gar der gesamte Laich an den Blättern. Da diese so klein sind, dass sie mit dem bloßen Auge kaum erkennbar sind, werden sie nach dem Kauf aus Versehen mit in den Wassertank eingesetzt.

Allerdings gelangen die Weichtiere nicht nur über Wasserpflanzen, sondern auch übere Einrichtungsgegenstände, wie Steine oder Höhlen und sogar den Fischen selbst, ins Wasser.

Wer eine Schneckenplage im Aquarium loswerden möchte, sollte zunächst wissen, welche Faktoren eine Vermehrung im Tank begünstigen.

Zuviel Futter steigert das Risiko einer Schneckenplage. Denn der Übermaß an Nahrung, den die Fische nicht fressen, bildet eine nahrhafte Grundlage zur schnellen Vermehrung der Weichtiere im Aquarium. Es dient ihnen selbst als Nahrung und fördert zusätzlich das Algenwachstum im Tank. So schafft man ideale Bedingungen für die Tiere, die bei der Fortpflanzung hunderte von Nachkommen auf einmal produzieren. Und ruck-zuck hat man eine Schneckenplage im Aquarium.

Schneckenplage im Aquarium loswerden
Schneckenplage im Aquarium loswerden: Die Posthornschnecke ist am häufigsten in Aquarien zu finden.

Schneckenplage im Aquarium: Vorteile und Nachteile

Grundsätzlich sind Wasserschnecken im Becken nicht schlecht – eher im Gegenteil. Denn in Maßen schützen die kleinen Helferlinge das Ökosystem im Fischtank, indem sie sich von dem ganzen „Schmutz“ ernähren, der sich im Wassertank befindet. Neben Biofilmen, Aufwuchs und Algen fressen sie auch haufenweise Mulm, Fischkot, tote Pflanzen, Fischfutter und tote Tiere. Verbleiben diese Stoffe im Wasser, steigt dadurch die Wasserbelastung und die Zahl der Bakterien nimmt im Becken zu.

Die am meisten verbreiteten Schneckenarten im Fischbecken sind Blasenschnecken, Posthornschnecken und Turmdeckelschnecken.

Eine Schneckenplage im Aquarium ist für viele Aquarien-Besitzer jedoch auch ein Leid zum Loswerden. Man findet sie nicht nur optisch störend, sondern sie fördern auch das Wachstum von Algen, die ihnen als Nahrung dienen und somit den Teufelskreis schließen. Manche Arten, wie z.B. die Apfelschnecke (Marisa cornuarietis) fressen auch Wasserpflanzen.

Schneckenplage im Aquarium loswerden: Effektive Mittel zum Töten

Wer eine Schnecke im Aquarium loswerden möchte, muss zunächst die Ursache der Plage beseitigen.

Futterreduzierung

Wenn man Schneckenplage im Aquarium loswerden möchte, ist der erste Schritt, die Fütterungsgewohnheiten der Fische zu ändern. Reduziert man die Menge an Fischfutter, die ins Becken gelangt, bekämpft man auch gleichzeitig die Ursache der Schneckenpopulation und das Wachstum der Algen. Zwingen Sie ihre Fische also zu einer Fasten-Diät oder füttern Sie sie über einige Tage hinweg einmal gar nicht. Sofern es sich bei Ihren Fischen nicht um Jungfische handelt, wird ihnen die Futterreduzierung im Aquarium nichts ausmachen. So können Sie die Ursache des Schädlingsbefalls mit einfachen Mitteln loswerden.

Mechanische Entfernung

Die einfachste Methode, um die ungebetenen Gäste aus dem Becken zu entfernen und loszuwerden ist es, sie einzusammeln. Wasserschnecken, die sich an der Scheibe niederlassen, sind dabei besonders gut rauszufischen. Achten Sie jedoch darauf, die Tiere nicht aus Versehen zu zerquetschen und zu töten. Denn ansonsten können sich die Wasserwerte verändern. Nehmen sie zum Loswerden der Schädlinge beispielsweise einen kleinen Kescher oder ein Fondue-Sieb zur Hilfe.

Andere Exemplare können Sie mit Futterködern anlocken und einsammeln. Legen Sie zum Beispiel eine dicke Gurkenscheibe auf den Grund des Beckens. Nach wenigen Stunden können Sie die Tiere einsammeln, die sich über die Gurke hergemacht haben. Die Gurke sollte allerdings nur wenige Stunden im Becken liegen, da auch sie die Wasserwerte beeinflusst.

Schneckenplage im Aquarium loswerden mit natürlichen Feinden

Unter den Wasserschnecken gibt es kannibalische Gattungen, mit Hilfe derer Sie eine Schneckenplage im Aquarium loswerden können. Hier sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Raubschnecken (Anentome Helenas) nicht gleich eine gesamte Population auslöschen und töten.

Auf schneckenfressende Fische sollten Sie besser verzichten, da sie auch andere Aquarienbewohner fressen oder töten können, sobald sie Hunger verspüren. Nicht selten fehlen anderen Fischen dann die Flossen.

Schneckenfallen für das Fischbecken

Neben den Selbsthilfe-Methoden gibt es im Handel auch Mittel gegen Wasserschnecken im Fischbecken. So finden sich beispielsweise Schneckenfallen, die ähnlich wie die gegen Schnecken im Garten funktionieren. Die Tiere kommen in einen Behälter hinein – nicht jedoch wieder hinaus. Inzwischen gibt es auch für Fische ungefährliche Modelle.

Schneckenplage vorbeugen: Pflanzendusche, Quarantäne und In-Vitro-Ware

Wer einer Schneckenplage im Becken vorbeugen möchte, der sollte frisch gekaufte Wasserpflanzen zunächst kalt abduschen, bevor er sie ins Wasser gibt. Ein Kurzbad in Mineralwasser oder in einer Alaun-Lösung hilft, anhaftende Schnecken zu entfernen oder zu töten. Nach einer chemischen Behandlung müssen die Pflanzen allerdings sehr gut abgespült werden, um Giftstoffe loszuwerden!

Ansonsten ist es auch hilfreich, seine frisch gekauften Pflanzen in Quarantäne zu schicken. Dazu legt man sie in ein eigenes Wassebecken, um sie für mindestens 3 Wochen zu beobachten. Schneckeneier schlüpfen nach 7 bis 14 Tagen, benötigen jedoch noch Zeit um zu wachsen. Sobald man sich sicher ist, dass die Quarantäne-Pflanze sauber ist, kann man sie in das eigentliche Fischbecken einsetzen.

Wer 100% sicher gehen möchte, dass die Pflanzen frei von Schädlingen sind, kann auch zu In-Vitro-Ware greifen. Das bedeutet, dass Wasserpflanzen in sterilen Bechern kultiviert werden und somit frei von Schnecken, Parasiten, Krankheitserregern, Algen und Fremdpflanzen sind.

Schneckenplage im Aquarium loswerden: Zusammenfassung

  • Überangebot von Nährstoffen vermeiden
  • Fische weniger bis gar nicht mehr füttern (Fasten-Kur durchführen)
  • mechanische Entfernung: Schädlinge absammeln und aus dem Becken entfernen
  • Raubschnecken ansiedeln zum Töten der Schädlinge

Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 14.11.2019 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API. | Haftungsausschluss: Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.