Lebensmittelmotten bekämpfen

Dieser Artikel zum Thema Lebensmittelmotten bekämpfen ist Teil 1 der Serie zur Mottenbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller 7 Ratgeber.

In diesem Ratgeber erfahren Sie, ob Lebensmittelmotten gefährlich sind und mit welchen Mitteln Sie Lebensmittelmotten in der Küche bekämpfen.

Sind Lebensmittelmotten gesundheitsschädlich?

Lebensmittelmotten sind gesundheitsschädlich. Denn sie verunreinigen Nahrungsmittel nicht nur, sondern sie können sie auch noch mit Milben und Pilzen infizieren. Dadurch verderben sie schneller und werden für den Menschen ungenießbar. Allerdings besteht bei Lebensmittelmotten keine Meldepflicht.

Insbesondere die Schädlingsarten Dörrobstmotte, Mehlzünsler, Mehlmotte, Samenmotte und Kornmotte sind gefürchtete Vorratsschädlinge, die man bekämpfen sollte. Denn diese treten häufig in privaten Haushalten und Vorratslagern, sowie in Lebensmittel verarbeitenden Betrieben wie z.B. Bäckereien und Mühlen oder Getreidesilos und Getreidelager auf. Da ein Schaden in wirtschaftlichen Betrieben sehr teuer ist, ist es wichtig, rechtzeitig Lebensmittelmotten zu bekämpfen.

Der Schaden an den Nahrungsmitteln entsteht in erster Linie durch Larvenfraß. Aber auch die weißen Gespinste, die nach dem Schlüpfen der Lebensmittelmottenlarven zurückbleiben und die Ausscheidungen der Insekten sind für die Verunreinigungen verantwortlich.

Für Menschen kann der Verzehr von kontaminierten Nahrungsmitteln gefährlich werden und schlimme Folgen haben. So können beispielsweise allergische Reaktionen, Hauterkrankungen oder Magen-Darm-Beschwerden auftreten. Auch ein Wurmbefall oder Atembeschwerden durch die Milben und Pilze sind möglich.

Aus diesem Grund sollten befallene Nahrungsmittel nicht mehr verzehrt, sondern unverzüglich entsorgt werden. Im Anschluss ist es wichtig, die Lebensmittelmotten zu bekämpfen, um erneute Verunreinigungen zu verhindern.

Woher kommen Lebensmittelmotten?

Motten im Küchenschrank werden hauptsächlich durch uns selbst ins Haus getragen. Denn sie befinden sich vorwiegend in Verpackungen von Lebensmitteln, die wir täglich im Supermarkt einkaufen. Neben Papiertüten und kleinen Kartons verstecken sie sich auch in Nahrungsmittelverpackungen von Haferflocken, Mehl, Hülsenfrüchten, Tee oder Kaffee. Nur selten finden die Insekten den Weg ins Haus durchs offene Fenster.

Prinzipiell können alle Lebensmittel von Vorratsschädlingen befallen werden. Am häufigsten findet man sie jedoch in verschiedenen Getreidearten.

Lebensmittelmotten bekämpfen
Um sich vor gesundheitlichen Beeinträchtigungen wie Allergien, Ausschlägen oder Magen-Darm-Beschwerden zu schützen, sollte man Lebensmittelmotten bekämpfen.

Typische Nahrungsmittel, an denen man Vorratsschädlinge bekämpfen sollte, sind:

  • Weißmehl und Vollkornmehl
  • Dinkel
  • Gewürze
  • Haferflocken
  • Hülsenfrüchte
  • Nudeln
  • Reis
  • Kaffee
  • Kakao
  • Tee
  • Tierfutter

Mittel gegen Lebensmittelmotten

Haben Sie einen Schädlingsbefall in Ihrer Küche oder Speisekammer bemerkt, sollten Sie schnell handeln und die Lebensmittelmotten bekämpfen. Nur so können Sie den Schaden eindämmen und nachhaltig bekämpfen. Um Lebensmittelmotten zu bekämpfen, stehen verschiedene biologische Hausmittel und chemische Mittel zur Verfügung.

Biologische Hausmittel gegen Lebensmittelmottenlarven

Schlupfwespen

Ein bewährtes biologisches Mittel gegen Lebensmittelmotten sind Schlupfwespen. Diese bekämpfen Lebensmittelmotten, indem sie ihre Eier in den Motteneiern ablegen und dadurch ihren Lebenszyklus zerstören. Zwar schlüpfen daraus neue Insekten, jedoch sind diese absolut ungefährlich und nur millimetergroß, sodass sie praktisch unsichtbar für das menschliche Auge sind. Finden die Schlupfwespen keine Motteneier mehr, können diese sich selbst nicht mehr vermehren und verfallen schließlich zu Staub. Dieser Staub wird spätestens bei der nächsten Grundreinigung der Küchenschränke ausgesaugt. Somit sind Schlupfwespen eine effektive und hygienische Methode, um Lebensmittelmotten zu bekämpfen.

Ätherische Öle

Um Schädlinge zu bekämpfen, werden oft vergrämende Mittel als Hausmittel angewendet. Diese sind ätherische Öle, die einen speziellen Duft verströmen, den die Schädlinge nicht mögen und der sie vertreibt. Zu diesen ätherischen Ölen gehören beispielsweise Lavendel, Zedernholzöl oder Zirbenholzöl. Insbesondere Zirbenholzöl hat eine wirksame und antibakterielle Wirkung gegen Motten. Aus diesem Grund werden unter anderem auch Kleiderbügel zur Bekämpfung von Kleidermotten hergestellt.

Chemie

Neben biologischen Hausmitteln gibt es auch chemische Mittel gegen Motten im Küchenschrank. Diese bekämpfen die Schädlinge allerdings auf insektizide Wirkstoffe und sollten vorsichtig und nur bei hartnäckigen Fällen angewendet werden.

Ein Mottenspray (z.B. das Silberkraft Mottenspray* oder ENVIRA Mottenspray*) ist die schnelle Lösung, um Lebensmittelmotten zu bekämpfen. Man sprüht es direkt auf die Schädlinge und befallene Oberflächen. Bei Kontakt mit den Schädlingen, setzt das Anti-Motten-Spray seinen Wirkstoff frei und tötet diese mit sofortiger Wirkung. Mottensprays sind oftmals zum Bekämpfen im Innen- und Außenbereich geeignet. Jedoch sollten Sie bei der Anwendung im Innenbereich darauf achten, Lebensmittel nicht zu besprühen.

Pheromonfallen zur Kontrolle des Bekämpfungserfolges

Mit Hilfe von speziellen Pheromonfallen*, können Sie nicht nur die Stärke eines Befalls analysieren, sondern auch kontrollieren, wie effektiv Sie die Lebensmittelmotten bekämpfen konnten.

Pheromonfallen sind Klebefallen, die einen Sexuallockstoff enthalten, der die männlichen Motten anlockt. Diese bleiben schließlich an der Falle haften und können die Weibchen nicht mehr befruchten. Dadurch wird der Lebenszyklus der Motten unterbrochen und die Schädlinge langsam vernichtet. Es empfiehlt sich eine Anwendung von 3 bis 4 Wochen, um sicherzugehen, dass die Küchenschränke wieder mottenfrei sind.

Pheromonfallen sind ein bewährtes Mittel gegen viele Schädlingsarten und werden z.B. gegen Apfelwickler oder Buchsbaumzünsler eingesetzt.

Das können Sie gegen Lebensmittelmotten im Küchenschrank tun

Um einen akuten Schädlingsbefall zu bekämpfen und um einem Neubefall vorzubeugen, sollten Sie wie folgt handeln:

  1. Aussortieren: Der erste Schritt um Lebensmittelmotten zu bekämpfen ist es, befallene Lebensmittel aus dem Küchenschrank auszusortieren. Geschädigte Lebensmittel erkennen Sie an enthaltenen Lebensmittelmottenlarven, Gespinste und Kotspuren oder an ausgewachsenen Exemplaren.
  2. Reinigung: Als nächstes sollten sie alle Küchenschränke aussaugen und intensiv reinigen. Am besten eignet sich Essigwasser, um die Flächen zu desinfizieren.
  3. Vorräte umfüllen: Da sich die Schädlinge durch Papier und Karton durchfressen können, sollten Sie Ihre Einkäufe von nun an immer in verschließbare Vorratsdosen umfüllen. Dies verhindert nicht nur einen erneuten Befall, sondern schafft auch noch schöne Ordnung in Ihrem Küchenschrank.

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