Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen

Dieser Artikel zum Thema „Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen“ ist Teil 2 der Serie zur Apfelwicklerbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller Obstschädlinge. Hier erfahren Sie, wie Sie Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen, um Ihre Apfelernte zu schützen und wie Sie die Spritzmittel zur Apfelwicklerbekämpfung richtig anwenden.

Warum Sie Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen sollten: Der Schädling legt seine Eier auf den Früchten und Blättern des Apfelbaumes ab. Die schlüpfenden Larven fressen sich schließlich ins Kerngehäuse der Äpfel durch und zerstören somit die Apfelernte.

Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen: Was sind Nematoden?

Nematoden sind 0,6 mm bis 0,8 mm große Fadenwürmer, die im ökologischen Anbau zur Schädlingsbekämpfung angewendet werden. Wer Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen möchte, der setzt die Gattung Steinernema feltiae ein (z.B. das Produkt Nemapom). Denn diese Gattung bekämpft die überwinternden Larven des Schädlings auf biologische Weise. Die Steinernema feltiae dringen in die Larven ein und geben dort ein Bakterium ab, das die Larven nach und nach zersetzt. Die toten Exemplare zersetzen sich an der Luft von selbst, weshalb kein zusätzliches Absammeln nötig ist.

Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen: Wann ist der richtige Zeitpunkt?

Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen
Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen:Fadenwürmer sind ein bewährtes ökologisches Mittel gegen Schädlinge in der der Landwirtschaft.

Wenn Sie Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen möchten, ist der ideale Zeitpunkt nach der Ernte im Herbst bei einer Temperatur von mindestens 12°C.

Je nach Witterungsbedingungen können Sie von September bis Februar Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen, wobei eine Behandlung in den Monaten September und Oktober die beste Wirkung erzielt. Zu dieser Zeit sind die Larven noch nicht verpuppt.

Denn in der Sommerzeit sind die Tiere besonders UV-empfindlich und empfindlich gegenüber Trockenheit. Zu dieser Zeit sollte man deshalb lieber Leimringe oder Wellpappe als Fanggürtel verwenden.

Außerdem sollte man die Tiere nur dann kaufen, wenn man sie zeitnah ausbringen kann. Denn sie sind nur eine begrenzte Zeit haltbar.

Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen: Das sollten Sie vorher wissen

Wenn Sie Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen möchten, sollten Sie einige Punkte beachten, um ein bestmögliches Ergebnis zu erzielen.

  1. Da sich die Larven des Schädlings hinter der Borke, an Obstbaumkrebswunden am Stamm, an Ästen und an Pfählen verkriechen, müssen die Steinernema feltiae mithilfe einer Gartenspritze genau dort hin appliziert werden.
  2. Ein kleiner Teil der Larven verpuppt sich außerdem im Erdboden unterhalb der Baumkrone. Deshalb sollte auch dieser Bereich mitbehandelt werden.
  3. Die Düsenöffnung der verwendeten Spritze darf nicht kleiner als 0,8 mm sein und der Druck sollte 2,5 bar nicht übersteigen, damit die Fadenwürmer während der Anwendung nicht zu Schaden kommen.
  4. Diese sind sehr empfindlich und vertragen keine Trockenheit oder direkte Sonneneinstrahlung. Deshalb werden diese vor der Anwendung mit Wasser vermischt. Manche Päckchen sind mit einem Quellmittel formuliert, um ein Austrocknen der Tiere zu verhindern.

Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Wenn Sie Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen, sollten Sie die Tiere erst dann kaufen, wenn Sie auch wirklich Zeit haben, sie auszubringen. Denn der Packungsinhalt ist nicht lange haltbar. Lässt sich eine Zwischenlagerung nicht vermeiden, sollten Sie die Tiere gut gekühlt bei 2 bis 10 Grad und nur ca. 5 Tage lagern.

Ansonsten gehen Sie wie folgt vor, wenn Sie Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen möchten:

  1. Geben Sie den Verpackungsinhalt in einen Eimer mit Wasser. Das Wasser muss eine Temperatur zwischen 15°C und 20°C haben und die benötigte Menge ist auf der Packung angegeben.
    • Tipp: 6 Mio. Fadenwürmer reichen für 6 kleine bzw. 3 große Apfelbäume aus.
  2. Rühren Sie das Gemisch gut um, um Klümpchen zu vermeiden. Geben Sie (falls vorhanden) das mitgelieferte Netzmittel dazu.
  3. Teilen Sie den Inhalt auf die benötigte Wassermenge auf. Rühren Sie das Wasser auf, damit die Würmer in der Schwebe bleiben. Für einen kleinen Apfelbaum benötigt man ungefähr 1 Liter Wasser, für größere Apfelbäume hingegen 2 Liter. Ganz besonders große Apfelbäume sollte man mit 3 Liter Wasser behandeln.
  4. Besprühen Sie alle Äste, Stämme und Holzpfähle, die in Berührung mit dem Baum kommen. Behandeln Sie außerdem auch den Boden in der Fläche, wie die Baumkrone groß ist. Wässern Sie im Anschluss den Boden gut, damit die Würmer tief in die Erde eingeschwemmt werden.
  5. Bei trockenem Wetter, sollten Sie den Stamm nach einer Stunde erneut mit Wasser besprühen.

Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen: So tragen Sie die Fadenwürmer gleichmäßig und verlustfrei auf

Damit Sie erfolgreich Apfelwickler mit Nematoden bekämpfen können, ist die Wahl des richtigen Werkzeugs sehr wichtig. Nutzen Sie deshalb Rückenspritzen, Drucksprüher, Kleisterpinsel, Quasten oder eine Gießkanne.

Rückenspritze

Eine Rückenspritze gewährleistet eine gleichmäßige Verteilung der Würmer in der Spritzbrühe. Die Düse der Spritze sollte einen Durchmesser von mindestens 0,8 mm haben.

Drucksprüher

Ein Drucksprüher ist das ideale Werkzeug für kleine Apfelbäume. Auch seine Düse sollte einen Durchmesser von 0,8 mm nicht unterschreiten.

Kleisterpinsel, Quast und Gießkanne

Wer auf modernes Werkzeug verzichten möchte, der kann auch mit einfachen Mitteln arbeiten. Die Nematodensuspension kann mit dem Quast am Sramm aufgetragen werden. Für die Behandlung des Bodens verwendet man eine Gießkanne.

Letzte Aktualisierung der Produktboxen am: 23.09.2019 | Alle Preise dieser Seite sind inkl. MwSt. zzgl. Versandkosten | Affiliate Links & Bilder entstammen der Amazon Product Advertising API. | Haftungsausschluss: Biozide vorsichtig verwenden. Vor Gebrauch stets Etikett und Produktinformationen lesen.