Hornissen anlocken und mit Fallen fangen ist verboten!

Dieser Artikel über das Verbot zum Anlocken und Fangen von Hornissen ist Teil 5 der Serie über Hornissenbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller 9 Ratgeber.

Hornissen stehen in Deutschland unter Naturschutz und dürfen daher weder getötet noch mit Hornissenfallen gefangen werden. Auch das absichtliche Anlocken ist verboten und kann mit einer hohen Geldstrafe belegt werden. Doch was kann man legal tun, um verirrte Riesenwespen aus der Wohnung zu bekommen? Unser Ratgeber klärt darüber auf, was erlaubt ist und mit welchen Mitteln Sie den Hornissen in die Freiheit helfen.

Jeder kennt die Situation: Eine Hornisse hat sich ins Haus verirrt und alleine der laute Flügelschlag sorgt für ein mulmiges Gefühl. Natürlich will man die Riesenwespe so schnell wie möglich loswerden. Doch wie soll das gehen, wenn man Hornissen nicht fangen darf?

Test Tipp: Mit dem Geruch von Nelkenöl halten Sie Terrasse, Dachboden und Wohnung frei von Hornissen. Damit erhalten Sie eine wirksame Alternative zur Hornissenfalle.

Die Lichtfalle: Hornissen im Haus muss man nicht fangen

Bekannt ist der Trick mit dem Glas und der Pappe als Hornissenfalle. Man wartet bis sich ein Insekt hinsetzt und stülpt ein Glas darüber, sodass es gefangen ist. Anschließend schiebt man ein Papier oder Karton vorsichtig unter das Glas und trägt die Schädlinge nach draußen. Streng genommen ist auch dieses Verfahren als „Hornissen fangen“ zu werten und damit nicht erlaubt. Ob in der Praxis hierfür tatsächlich Sanktionen und Bußgelder anfallen, können wir nicht sagen. Wegen der möglichen Höhe der Strafen, sollte man es im Zweifelsfall jedoch nicht auf einen Test ankommen lassen.

Hornissen anlocken durch Lichter
Hornissen anlocken durch Lichter: Sobald es im Dunkeln eine Lichtquelle gibt, werden die Riesenwespen angezogen. Dies macht man sich beim Freilassen zu Nutze.

Besser ist es, die Tatsache auszunutzen, dass man Hornissen mit Licht fangen bzw. anlocken oder eben auch wieder befreien kann. Abends verirren sich die Tiere gerne durch geöffnete Fenster in beleuchtete Räume. Fliegengitter oder das Auslassen der Beleuchtung helfen gegen ungebetene Gäste.

Am Tag kann man den Prozess umdrehen und im Zimmer alle Lichtquellen löschen. Öffnet man das Fenster und lässt den Rollladen soweit herunter, dass nur noch durch einen kleinen Spalt Licht eindringt, dann wird davon die Hornisse angezogen. Sie fliegt anstandslos ins Freie und man hat seine Ruhe. In unserem Test hat dies wunderbar geklappt.

Bei Nacht kann man ebenfalls auf Lichtbasis eine Falle für Hornissen bauen. Auch hier wird der Rollladen bis auf einen kleinen Spalt verschlossen. Im Zimmer löscht man alle Lichtquellen und legt eine Taschenlampe zum Anlocken auf das Fensterbrett, vor den geöffneten Rollladenspalt. Auch hier wird die Riesenwespe vom Licht angezogen und verlässt anstandslos das Haus. Bei diesem harmlosen Verfahren können wir ebenfalls von positiven Erfahrungen in unserem Praxis Test berichten.

Ungewollte Hornissenfalle – Vorsicht beim Test von Wespenfallen

Im Gegensatz zur harmlosen Hornisse stehen Wespen nicht unter Naturschutz und dürfen mit Fallen angelockt und eingefangen oder gar getötet werden. Wenn Sie eine derartige Falle kaufen und gegen Wespen testen, müssen Sie darauf achten, dass sie nicht versehentlich Hornissen fangen. Denn auch die Riesenwespen zählen als Wespen und können auf Lockstoffe in Wespenfallen reagieren.

Tipp: Wespenfallen sind hervorragend gegen nervige Wespen am Frühstückstisch geeignet. Sie können jedoch auch Hornissen fangen, was verboten ist und hohe Bußgelder nach sich zieht. Achten Sie beim Test der Wespenfallen daher stehts auf die korrekte Verwendung.

Gerade wenn ein Hornissennest in der Nähe ist, sollten Sie einen Test machen, ob die Wespenfalle nicht versehentlich zur Hornissenfalle wird.

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