Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen: So wirken Gelbtafeln in der Schädlingsbekämpfung

Dieser Artikel zum Thema „Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen“ ist Teil 4 der Serie zur Kirschfruchtfliegenbekämpfung. Hier geht es zur Übersicht aller 5 Ratgeber. Hier erfahren Sie, wie Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen wirken und wie Sie Gelbtafeln zur Schädlingsbekämpfung am Kirschbaum anwenden.

Woran erkennt man einen Kirschfruchtfliegenbefall?

Die braun-gefleckten Schädlingemit den grünen Facettenaugen gehören zu den schlimmsten Schädlingen im Kirsch-Anbau. Denn das kleine Fluginsekt der Gattung „Bohrfliege“ legt bis zu 80 Eier in den heranreifenden gelben Kirschen ab und kann dadurch jede Ernte zerstören.

Nach nur fünf bis zwölf Tagen schlüpfen die Madenaus den Eiern und fressen das Fruchtfleisch rund um den Kern. Dadurch beginnt das befallene Obst zu faulen und es fällt bereits in halbreifem Zustand vom Baum.

Wussten Sie schon? Eine einzige Fliege kann bis zu 200 Eier legen. Deshalb kann eine Fliege über ein Kilogramm der Kirschen befallen.

Man erkennt die ersten Anzeichen eines Befalls mit Maden anhand der millimetergroßen Einstichstelle im Obst. Diese wird mit der Zeit braun und weich. Wenn man die Kirsche nur ganz leicht mit den Fingern andrückt, öffnet sie sich bereits und die weiß-gelblichen und nur fünf bis sechs millimetergroßen Larven sind gut erkennbar.

Bei warmen und trockenen Temperaturen vermehren sich die Schädlinge besonders rasant. Um Kirschfruchtfliegen zu bekämpfen und die Kirsch-Ernte noch rechtzeitig vor dem Schädlingsbefall zu retten, sollte man deshalb Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen so früh wie möglich an den Kirschbaum hängen.

Was sind Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen und wie wirken Sie?

Gelbtafeln und Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen
Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen: Gelbtafeln helfen einen Befall der Kirschen mit Kirschmaden vorzubeugen.

Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen sind eine gute Möglichkeit, um seine Kirschen vor Schädlingen zu schützen. Die Fallen sind mit einem insektizidfreien Spezialleim beschichtet und trocknen bei hohen Temperaturen nicht aus. Außerdem lässt dieHaftkraft bei Kontakt mit Wasser nicht nach.

Die Gelbtafeln sind giftfrei und geruchlos und weisen eine gelbe Lockfarbe auf. Diese Farbe erinnert die anschwirrenden Insekten an heranreifende Kirschen, wodurch sie sich schnell angezogen fühlen. Letzten Endes bleiben sie an der Gelbtafel sicher haften, wo sie schließlich verenden.

Wann sollte man Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen anwenden?

Als Bekämpfungsmaßnahme sollte man die Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen aufhängen, sobald die Früchte beginnen, sich von grün nach gelb zu färben.

Je nach Sorte liegt der ideale Zeitraum zwischen den Monaten Mai und Juli. Denn zu dieser Zeit haben die Insekten ihre Flugzeit und sind besonders aktiv. Vor allem bei trockenem Wetter und bestem Sonnenschein machen sie es sich auf den heranreifenden Früchten bequem und saugen die süßen Früchte aus.

Wer Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen zur Früherkennung nutzen möchte, sollte diese bereits ab Kulturbeginn einsetzen. Dadurch lassen sich ein Befall vorzeitig erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. So können beispielsweise Spritzmittel oder Nematoden gegen die Kirschmaden zum Einsatz kommen.

Übrigens: Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen schützen auch Walnussbäume vor Krankheiten durch Schädlinge.

So hängen Sie Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen auf

Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen sollten Sie hauptsächlich an der Südseite und an der Westseite des Baumes anbringen. Denn an diesen Seiten scheint die Sonne besonders stark, sodass die Früchte dort als erstes reifen und schneller gelb werden. An der Südseite des Baumes können Sie den Schädlingsbefall um fast 50 Prozent reduzieren.

Für jeden Höhenmeter sollten mindestens zwei Gelbtafeln aufgehängt werden. Grundsätzlich sind bei einem größeren Kirschbaum jedoch mehr Gelbtafeln nötig.

Tipp: Kulturschutznetz als zusätzlicher Barriere-Schutz für den Kirschbaum

Wer sich nicht alleine auf Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen verlassen möchte, der sollte an zusätzliche Barrieremaßnahmen denken.

Ein Kulturschutznetz bietet Kirschbäumen beispielsweise einen höheren Schutz vor Schädlingen. Denn diese Netze sind so engmaschig verarbeitet, dass keine Insekten sie durchdringen können. Mit einem Kulturschutznetz schaffen Sie somit eine zusätzliche Barriere – auch vor hungrigen Vögeln.

Da die Schutzwirkung nur dann gewährleistet werden kann, wenn die gesamte Baumkrone lückenlos umhüllt ist, empfiehlt sich diese Methode vorwiegend für kleinere bzw. schwächer wachsende Bäume.

Bodenschutz-Vlies zur Vorbeugung eines Schädlingsbefalls

Wirken die Gelbfallen gegen Kirschfruchtfliegen nicht, da der Schädlingsbefall bereits zu weit fortgeschritten ist, dann sollten Sie unbedingt ein Bodenschutz-Vlies um den Wurzelbereich des Kirschbaumes auslegen.

Dieses verhindert, dass die Larven zur Verpuppung ins Erdreich eindringen und im nächsten Jahr schlüpfen. Auch im nächsten Jahr zwischen den Monaten Mai und Juni sollten Sie das Vlies ausbringen, um zu verhindern, dass vereinzelte geschlüpfte Exemplare aus der Erde an die Oberfläche gelangen. Das Bodenschutz-Vlies ist somit eine gute Möglichkeit, um einen Befall im nächsten Jahr vorzubeugen.

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